Architektur für ein neues Miteinander

Warum wir neue Räume für kulturelle und politische Bildung brauchen.

Kennt ihr das?

Ihr kommt an einen neuen Ort, betretet ein Gebäude, und wisst sofort, ob ihr Euch hier wohlfühlt oder nicht. Ob ihr an diesem Ort kreativ werden, euch darin aufhalten und austauschen wollt, oder ob ein Raum unzugänglich wirkt, obwohl man mittendrin steht.

Gebaute Räume geben Orientierung. Sie ermöglichen und strukturieren soziale Interaktion, beeinflussen, wie sich Menschen fühlen und drücken gesellschaftspolitischen Zeitgeist aus. Wir bauen, wie wir leben wollen. Ganz egal ob im privaten oder im öffentlichen Raum. In Architektur steckt deswegen immer auch das Potential, Zukunft räumlich vorauszudenken. Damit verbunden ist aber auch die Verantwortung strukturelle Unterschiede und Ausgrenzung zu überwinden. Denn was ist schon ein Gebäude ohne die Stadt, die es umgibt?

Gute Zukunftsvisionen erarbeitet man am besten zusammen.

Gute Zukunftsvisionen erarbeitet man am besten zusammen. In den vergangenen Jahren gingen immer mehr öffentlichen Bauprojekten deswegen offene Beteiligungsprozesse voraus, in denen die zukünftigen Nutzer:innen, Nachbar:innen und Besucher:innen der Gebäude ihre Ideen, Vorschläge aber auch Bedürfnisse in die Planung mit einbringen konnten. Wie nachhaltig solche Prozesse sind, zeigen unter anderem die Leuchtturm-Projekte der Baupiloten in Berlin und die Forschung am Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation in Stuttgart.

Aber was hat das alles mit dem Rechtsstaat und Demokratie zu tun?

Die Frage nach einer Architektur für ein neues Miteinander beschäftigt uns als Stiftung, weil in den kommenden Jahren zwei neue Gebäude an unseren Standorten in Karlsruhe und Leipzig entstehen werden. Wenn wir an Orte für ein neues Miteinander denken, dann verbinden wir damit funktionelle, ästhetische und inhaltliche Ideen, die unsere Räume, unser Programm aber auch unser Selbstverständnis als Stiftung widerspiegeln sollen.

Grafik: ©PikDrei

Gibt es so etwas wie eine „demokratische Architektur“?

Wie können veränderbare Räume für Diskurs und Teilhabe aussehen? Welche architektonische Sprache braucht es, um Recht und Rechtsstaat interdisziplinär und ohne Barrieren zu vermitteln? Gibt es so etwas wie eine „demokratische Architektur“? Und wie bindet man zukünftige Besucher:innen und Nutzer:innen in den architektonischen Gestaltungsprozess ein und entwickelt nachhaltig einen lebendigen urbanen Ort?

Über diese Fragen diskutieren wir am 13. und 14. Juli 2022 im Rahmen des Symposiums „Beyond the Museum. Architektur für ein neues Miteinander“ mit Wissenschaftler:innen, Architekt:innen, Kulturschaffenden – und mit Euch!

Was macht Architektur für Euch demokratisch?
Und welche Orte wünscht ihr euch für politische und kulturelle Bildung?

Schreibt uns oder seid beim Symposium mit dabei.

Alle Infos zum Programm findet ihr hier.

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Kathrin Schön (M.A.) ist Kuratorin und Moderatorin und leitet seit 2021 den Fachbereich Programm und Veranstaltungen bei der Stiftung Forum Recht in Karlsruhe und Leipzig.

Foto: ©Norbert Miguletz

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