Liquid Democracy, digitale Demokratie, Abstimmung

Liquid Democracy: Digitale Demokratie für alle

Mit adhocracy+ machen wir digitale Demokratie einfach: für alle und überall.

Der gemeinnützige Verein Liquid Democracy verfolgt das Ziel, mittels digitaler Plattformen demokratische Mitbestimmung einfacher, transparenter und inklusiver zu machen. Dafür entwickelt die unabhängige NGO aus Berlin die kostenfreie Plattform adhocracy+.

Lange Zeit war digitale Demokratie in der Praxis technischen Profis vorenthalten oder großen Organisationen und Verwaltungen, die sich Programmierer:innen leisten konnten. Außerdem war die Einrichtung und Verwaltung von digitalen Beteiligungsprojekten oft zu kompliziert. Besonders für kleinere und mittelgroße NGOs, Kommunen und Initiativen war es deshalb unmöglich, Bürger:innen auch im Internet mitgestalten zu lassen. Im schlimmsten Fall mussten diese oft auf Online-Netzwerke wie Facebook oder Twitter für den Austausch mit Bürger:innen setzen. Netzwerke, die durch ihre auf Aufmerksamkeitsspiralen ausgerichtete Gestaltung und intransparente Algorithmen einen sachlichen, lösungsorientierten Dialog meistens unmöglich machen.

 

Liquid Democracy, digitale Demokratie, Veranstaltung
Foto: © Liquid Democracy e. V.

Mit adhocracy+ will Liquid Democracy das ändern. Auf der Plattform können NGOs, Kommunen oder Bürgerräte und alle anderen Organisationen in vier einfachen Schritten einen eigenen Bereich einrichten und digitale Beteiligungsprozesse aufsetzen. Dabei kann man aus einer großen Auswahl an Funktionen die passenden wählen: Brainstormings, Ideenwettbewerbe, Texte diskutieren, Umfragen oder Bürger:innenhaushalte. Es sind weder technische Vorkenntnisse noch eine Installation oder umständliche Einrichtung notwendig. Zudem bietet Liquid Democracy monatliche, kostenlose Einführungsworkshops für adhocracy+ an. 

Ob ein Zukunftshaushalt in Werder (Havel), ein Bürger:innenhaushalt, bei dem nur Jugendliche abstimmen durften, ein partizipativ erstelltes Klimaschutzkonzept an der Uni Hildesheim oder die vielfältigen Mitgestaltungsmöglichkeiten für Bürger:innen der Stadt Lindau am Bodensee. Die bisherigen Projekte auf adhocracy+ zeigen, wie groß der Bedarf der Bürger:innen ist, online zu diskutieren und gemeinsam mit der Politik, Verwaltung und anderen Entscheidungsträger:innen Lösungen zu entwickeln. Und die Praxis zeigt auch: Ein lösungsorientierter, sachlicher Dialog ist im Internet möglich, wenn man auf speziell für digitale Demokratie entwickelte Open-Source-Plattformen setzt anstatt auf geschlossene, profitorientierte Netzwerke wie Facebook oder Twitter.

Über Liquid Democracy e.V.

Liquid Democracy, Open Source Software, digitale Demokratie
Foto: © Liquid Democracy e. V.: Maria Lederer (CC BY-SA 4.0, unverändert)

Der gemeinnützige Verein Liquid Democracy wurde 2009 in Berlin gegründet. Seitdem arbeitet er daran, demokratische Prozesse partizipativer, transparenter und gleichberechtigter zu machen. Dafür entwickelt der Verein Open-Source-Software, die digitale Demokratie für alle zugänglich macht. Zudem arbeitet das Team von Liquid Democracy daran, Wissen zum Thema digitale Demokratie zu vermitteln und das Thema auf der politischen Agenda zu halten.  Mit der digitalen Lernplattform „Liquid Academy“ bietet der Verein mehr als 30 kostenlose Lerninhalte zu den Themen Liquid Democracy, digitale Zivilgesellschaft und Online-Beteiligung in der Praxis an. Außerdem organisiert der Verein in seiner regelmäßigen Veranstaltungsreihe „Liquid Tank“ Vorträge und Diskussionen zu wichtigen Themen der digitalen Beteiligung, wie zum Beispiel Barrierefreiheit oder Antirassismus in Online-Diskussionen. Für die Umsetzung digitaler Beteiligungsprozesse in Organisationen, Initiativen und Verwaltungen bietet Liquid Democracy zusätzlich Hilfestellungen und Workshops an. Denn digitale Demokratie braucht echte Beteiligungsmöglichkeiten, die Aktivierung von Teilnehmenden und eine Verknüpfung mit analogen Beteiligungsformaten und Workshops.

 

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Hier berichtet die Redaktion vom DEMOS MAG für euch. Entweder weil wir selbst recherchiert haben, Autor:innen nicht genannt werden möchten oder es zu einer übergreifenden Rubrik gehört. Viel Spaß beim Lesen und danke für euer Vertrauen!

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